Nachtrag vom 2.8.2017: "Wiederholte Vorfälle mit mutwillig gelockerten Radbolzen an Fahrzeugen im gesamten Bundesgebiet haben das Landesverwaltungsamt mit Sitz in Halle zu einer Vorsichtsmaßnahme veranlasst. Die Behörde hat in einem Rundschreiben Rettungsdienste und Katastrophenschutzeinheiten zu erhöhter Wachsamkeit aufgefordert." 

30.12.2016

Gelöste Radmuttern

 

Bei einem Wagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) lösten sich am Donnerstag bei einer Verletztenfahrt die Reifen, berichtet der Focus. „Wir hatten gerade zwei weitere Fälle von gelösten Radmuttern bei unseren Rettungswagen in Hamburg. Nicht auszudenken, was auf der Autobahn hätte passieren können“, so ein geschockter DRK-Mitarbeiter. Kurz zuvor waren Rettungswagen in Kiel, bei Segeberg und in Norderstedt ähnlich manipuliert. Eine Recherche zu gelösten Radmuttern an Fahrzeugen, die zur Anzeige und ins Blaulicht Presseportal kamen, ergibt allein für den Zeitraum August bis Dezember mehr als weitere 40 Fälle. Wer es sich antun will, kann Näheres dazu unter den verlinkten Ortsnamen erfahren:   

 

Betroffen waren: Ein Rettungswagen in Leutkirch im Allgäu, drei LKWs in Hamm, ein LKW in Hachenburg, ein LKW in Ladenburg, mehrere Autos in Koblenz, drei Autos in Göttingen, jeweils zwei Autos in Freiburg und Girkenroth sowie einzelne PKWs in Walsrode, in Coesfeld, in Werther, in Hamm, in Delmenhorst, in Gifhorn, in Rottweil, in Meppen, in Ramsloh, in Lohne, in Uslar, in Crailsheim, in Friesoythe, in Horb am Neckar, nochmal in Coesfeld und wieder in Friesoythe, in Hachen, in Stolzenau, in Büdingen, in Wangen im Allgäu, in Erkelenz, in Damme, in Neunkirchen-Vörden, in Kehl, in Linden, in Ortenberg, in Seitingen, in Münsingen, in Siegen, in Bielefeld, in Wolfsburg und in Gütersloh. Manipulationen gab es auch bei Fahrrädern in Freiburg. Es ist anzuraten, jeden Fall sofort der Polizei anzuzeigen.

 

Nachtrag 2017: In Niederweimar wurden zwei Radmuttern an einem Bus gelöst. In Bielefeld trifft es einen geparkten PKW. In Hilden nahm eine 25-Jährige ihren Pkw nach längerer Standzeit wieder in Betrieb und fuhr auf die Autobahn, wo sich plötzlich das linke Vorderrad komplett ablöste. Der "geschockten Fahrerin" gelang es, ihr Fahrzeug anzuhalten. Eine Überprüfung ergab: An drei Reifen waren die Radbolzen gelockert und losgeschraubt. In Bad Dürrheim wurden alle Radmuttern eines PKW-Rades gelöst. In Heinsberg wurden die Radmuttern am vorderen linken Rad eines Fahrschul-LKW offensichtlich gelöst. In Villingen wurden zum zweiten Mal Radmuttern an einem Tanklaster gelöst. In Niedereschach-Kappel wurden "absichtlich die Radmuttern eines Autos gelöst": bei der Fahrt löste sich das Rad. Gelöste Radmuttern außerdem in Albstadt-Ebingen, im Westerwaldkreis, bei einem Omnibus in Weimar, in Heinsberg. ...