8.12.2016

Kinderpornographie: Lehrer bleiben im Schuldienst

 

Konsequent ist man ja in Berlin: Nachdem die Lehrpläne sexuell angereichert wurden und die Kinderehe trotz gegenteiliger vollmundiger Ankündigungen nun doch nicht bekämpft wird, setzt man jetzt auf entsprechendes Personal in sogenannten Bildungseinrichtungen: "Zwei Berliner Lehrer dürfen aufgrund des Besitzes pornografischer Bilder im Moment zwar nicht unterrichten, dem Verbleib im Schuldienst steht ihr Verhalten allerdings nicht entgegen", berichtet LTO. Auch zwei Klagen der Senatsverwaltung für Bildung wurden abgewiesen, teilte Gerichtssprecher Stephan Groscurth mit. Der ist der Ansicht, Missbrauch sei auf den Bildern mit den nackten Kindern ja nicht zu sehen. Die Neue Deutsche Moral. 


8.11.2016

Es geht um sexuelle Macht

 

Während diverse Medienvertreter mittels Verteidigung der Kinderehe auf einen weiteren Tabubruch hinarbeiten, darf sich parallel bei der ARD zur Hauptsendezeit eine „flammende Anhängerin der Vielweiberei“ vom IZRS in Anne Wills Talkshow setzen. Die Schweiz am Sonntag schrieb 2015: „Im Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) geht es nicht nur um Ideologie und religiösen Fundamentalismus, sondern auch stark um Sex und Frauen. Das sagt eine nahe Verwandte eines IZRS-Aktivmitglieds.“ Der Zentralrat trage „Züge einer Sex-Sekte“,  das „perverse“ Weiterreichen von Frauen sei Usus. Etlichen Aktivisten in Medien und Politik geht die Achtung vor der Religion doch sonst wo vorbei. Die Berufung auf Rücksicht vor islamischer Tradition dient der feuchtfröhlichen Durchsetzung polygamer und pädophiler Wachträume. In der Schweiz gab es bereits 2014 ein empfehlendes Gutachten im Auftrag des Justizdepartements zur Einführung der Mehrehe. Der Tagesanzeiger zitiert: „Das Inzestverbot sowie das Verbot polygamer Ehen sei kritisch zu hinterfragen.“ Und die steigende Zahl islamisch Gläubiger werde die Diskussion über Polygamie ohnehin erfordern: so das Gutachten, für das die deutsche Rechtswissenschaftlerin Ingeborg Schwenzer – auch schon mal im hiesigen Bundestag vertreten – verantwortlich zeichnet. 

 

Nachtrag: Focus: "Wussten die Verantwortlichen, wen sie da auf ein Millionenpublikum loslassen? Die Antwort lautet: Ja...Die Bundesanwaltschaft der Schweiz ist irritiert darüber, dass dem IZRS im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Plattform geboten wird.“ Sie teilte der ARD vorgängig auf Anfrage hin mit, dass ein Strafverfahren anhängig ist gegen ein Vorstandsmitglied des IZRS und gegen Unbekannt. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, islamistischen Terrorgruppen wie Al-Kaida und der Terrormiliz IS nahe zu stehen.

 

Nachtrag vom 10.11.: Eine Anwältin hat Strafanzeige gegen Anne Will gestellt, mehr: LTO.


22.9.2016

Elternrecht: Was gilt denn nun und für wen? 

 

„Was in Baden-Württemberg zu heftigen Protesten führte, ist unter Schwarz-Grün in Hessen nahezu unbemerkt in Kraft getreten: ein Lehrplan, der Akzeptanz sexueller Vielfalt zum Thema im Schulunterricht macht“, berichtet die Hessenschau. Zehn- bis zwölfjährige Kinder sollen sich künftig mit Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität befassen; auch in Fächern wie Sprachen, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Schüler-, Lehrer- und Kirchenvertreter stimmten dem neuen Lehrplan zu. Der Landeselternbeirat lehnte ihn mehrheitlich ab. Dass er trotzdem in Kraft trat, erklärt die FAZ wie folgt: „Das Beteiligungsverfahren hat nur beratende, keine bindende Wirkung.“ Da würde man doch gerne wissen wollen, wie das nun wieder zusammenpasst mit Claus Klebers Aussage im Interview mit Sabatina James zur Kinderehe: „Nun gehört es zu unserem Wertesystem auch, dass die Eltern über ihre Kinder entscheiden können, was sie machen, was sie nicht tun…und dieses Recht würden Sie den Eltern einfach ungefragt und ohne auf Einzelheiten zu schauen wegnehmen wollen.“ 

 

Nachtrag: Art. 26 AEMR: "Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll." Art. 13 (3) Sozialpakt: "Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Freiheit der Eltern...zu achten...sowie die...sittliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen." 


7.7.2016

Profiteure sexuell riskanten Verhaltens

 

Heute beginnt im Berliner Rathaus der dreitägige, hoch wissenschaftlich daher kommende und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte STI-Kongress „Sexuelle Lebenswelten – Wege der Prävention“. Neben der medizinischen Sicht werden diesmal auch sexualpädagogische Konzepte sowie die „Community“ eingebunden. In einem der Eröffnungsvorträge geht es um die neue Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Liebesleben: zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen”, gegen die bereits eine Onlinepetition von entsetzten Eltern im Netz steht. In den „Sessions“ gibt es dann diverse medizinische Vorträge, aber auch etwa diesen: „Sex ist überall. Vor allem nach dem Tod. Der Islam und sexuelle Diskriminierung.“ Außerdem wird das Webportal „Zanzu“ – Sexuelle Gesundheit für Migranten vorgestellt und mit Protagonistinnen der „Sexarbeit“ über das neue Prostituiertenschutzgesetz gesprochen. 

 

Revival: „Neoemanzipatorische Sexualforschung“

 

Zum Thema „Kindheit und Sexualität – empirische Befunde und pädagogische Konsequenzen“ referiert Uwe Sielert, Professor in Kiel und inzwischen Vorstandsmitglied der STI. Er plädiert für Sexualerziehung als Bildungsauftrag in Kindertagesstätten. Die FAZ schrieb 2014: „Sielert kommt aus der Schule der sogenannten neoemanzipatorischen Sexualforschung, die der Sozialpädagoge und früher in breiten Kreisen verehrte Sexforscher Helmut Kentler begründet hat. Kentler nahm Jungen bei sich auf. Anfang der siebziger Jahre ließ er verwahrloste Jugendliche bei vorbestraften Päderasten unterbringen. Die bekamen Pflegegeld vom Senat, und Kentler schaute regelmäßig vorbei - zur 'Supervision'. Es gab nie einen Aufschrei. Kümmern gegen Sex, das war der Deal.“ Im Abstract-Band zum aktuellen Kongress ist von Sielert zu lesen: Erfahrungen von Lust und Erregung seien für Kinder ebenso wichtig wie schützende Fürsorge: „Es wächst die Notwendigkeit, das Recht von Kindern auf ‚Freiheit vor sexueller Fremdbestimmung‘ und einen angemessenen Kinder- und Jugendschutz durch Sexualerziehung umzusetzen.“ 

 

Stefan Timmermanns, dessen Literatur laut Socialnet Verpflichtung wie Anspruch der emanzipatorischen Sexualpädagogik nach Helmut Kentler, Fritz Koch und Uwe Sielert beibehält, „über die vorgestellten sexualpädagogischen Methoden bewusstseinsbildende Prozesse zu initiieren, um Menschen jeden Alters zu einem selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität zu befähigen“, wird beim Kongress in Berlin über „Bedingungen für eine gelingende Prävention im Kontext sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ sprechen. Im Rahmen der Beratungsarbeit für Migrantinnen in der Sexarbeit wird es auch um die von NRW mit 92.000 Euro geförderte „Lola-App“ gehen; nicht zu verwechseln mit der Lola-App für Kinder. Astrid Gabb, Sozialarbeiterin beim Verein Madonna, wird diese auf dem Symposium erläutern. Außerdem Thema: Ein Fortbildungscurriculum zum Thema Sexualität in der ärztlichen Praxis. An dessen Entwicklung wirkte unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung mit.

 

Schwuler Sex ruft Pharmariesen auf den Plan 

 

Sanofi Pasteur MSD wirbt im Programmheft mit einer ganzseitigen Einladung für ihr Symposium „Potential und Praxis der HPV-Impfung bei Männern“ (HPV = Humane Papillomviren). Das Pharmaunternehmen erhielt 2014 auf EU-Ebene eine Zulassungserweiterung zur Prävention des Analkarzinoms. Dr. Martin Hirte schrieb 2015 zum Thema: „Für die Behauptung ‚die HPV-Impfung verhütet Krebs‘ steht der wissenschaftliche Beweis bisher aus.“  Die Impfung könne sogar einen negativen Einfluss auf „Safer Sex“ haben: „Impfungen gegen sexuell übertragene Krankheiten vermitteln das trügerische Gefühl von Sicherheit und begünstigen riskantes Sexualverhalten (Mullins 2012).“ Die Zulassungserteilung von HPV-Impfungen 2006 und 2007 seien „äußerst ungewöhnlich“ gewesen: „bis dahin war keine Studie zum klinischen Nutzen abgeschlossen - ein glatter Verstoß gegen die europäische Grundrechtecharta. Kein Wunder allerdings, wenn man weiß, dass sich die europäische Zulassungsbehörde EMA ebenso wie die nationalen Zulassungsbehörden mit Geldern der Pharmahersteller finanziert.“ Direkt nach Zulassung der Impfstoffe „traten die Hersteller eine intensive Marketingkampagne los, um Druck auf die Öffentlichkeit und Impfkommissionen auszuüben. In Deutschland liefen Werbespots für HPV-Impfstoffe im Rundfunk und im Privatfernsehen. Sanofi unterstützte die vom Grünen Kreuz lancierten Werbeaktionen mit zweistelligen Millionenbeträgen.“ Es lohnt sich, den Artikel von Dr. Martin Hirte in Gänze zu lesen. Im Abstract-Band wird die HPV-Impfung bereits auf Seite 10 im Rahmen der Vorstellung der Kampagne „Liebesleben“ nachdrücklich beworben. Das „Projekt zur Erprobung und Implementierung einer freiwilligen HPV-Schulimpfung in Deutschland“ ist auf Seite 24 beschrieben. 

 

Mit Ganzkörperkondomkostümen auf Freierfang

 

Schlussendlich werden im Abstract-Band noch diverse Poster vorgestellt, etwa jenes zur „Akzeptierenden Freierarbeit – eine Aufgabe auch des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“. Hierzu arbeiten „Präventionsakteure“ der Arbeitsgemeinschaft „Gesunder Kunde“ mit auffälligen Ganzkörperkostümen in Form von Kondomen, die teils Bezug nehmen auf Veranstaltungen wie die Fanmeile, hier mittels des Fußball-Trikot-Kondoms. „Aktiv Agierende“, die sich „in jeder Funktion als Kontaktmachende“ verstehen, begleiten die Kondome. „Als Gesprächsöffner dienen give-aways wie Postkarten mit Safer-Sex-Berlin Motiven und Freier-Regeln, sowie Kondome mit dem Logo der AG.“ Ein Kurzfilm der Präventionsakteure steht auf Youtube im Internet.

 

Ein Spiel mit der Gesundheit

 

Die Veranstaltung wurde breit beworben, unter anderen vom Robert-Koch-Institut. Die Sexualisierung der Gesellschaft wird nicht diskutiert, sondern institutionalisiert – mittels Riesensummen aus Steuergeldern und geschäftlicher Liaison mit der Pharmaindustrie. Durch Einbindung der „Community“ betreibt der STI-Kongress implizit Bedarfslenkung in Richtung sexuell riskantes Verhalten, das bis dato dem Gros der Bevölkerung überhaupt nicht entspricht und dessen Folgen eben jene übertragbaren Infektionen sein können, die Veranlassung für das Abhalten dieses Kongresses sind und der Pharmaindustrie ein weiteres Forschungsfeld eröffnen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die breit angelegten Öffentlichkeitskampagnen zu sexueller Identitätspolitik und grenzenloser Sexualerziehung ebenfalls nicht frei von dieser Motivation sind. Es wäre ein schier unglaublich gewissenloses Spiel mit der Gesundheit der Bevölkerung und der seelischen Entwicklung ihrer Kinder.  

 

Das Programmheft ist hier einsehbar und der Abstract-Band dort


25.5.2016

„Was die Kinder wollen, fragt keiner.“

 

Wie das nun wieder zusammenpasst?

 

Autoren der Gesellschaft für Sexualpädagogik, die laut FAZ vom Oktober 2014 „besonderen Einfluss“ auf die „Aufklärungswelle“ der sexuellen Vielfalt hat, meint, dass Kinder zeigen sollen, was sie sexuell immer schon mal ausprobieren wollten; während die Pädagogen moderieren und je nach Wunsch an der Übung teilnehmen sollten. Um den Aspekt der Vielfalt deutlich zu machen, solle Kindern und Jugendlichen durch „Praxismethoden“ beigebracht werden wo der „Penis sonst noch stecken“ könnte. Zehnjährige Schüler sollten üben Puffs zu planen und ihre „Lieblingssexualpraktik“ mitzuteilen oder in Kleingruppen auf der Erde verbotene „galaktische Sexpraktiken“ inklusive „lautem Stöhnen“ und „Dirty Talk“ zu erfinden respektive Gruppensex-Konstellationen in Rollenspiele einzubauen. 

 

Das Verwaltungsgericht Stuttgart scheint diese pädagogischen Zielsetzungen entweder nicht zu kennen oder nicht für rechtens zu erachten. Aktuell entschied man dort für den Schulausschluss eines 12-jährigen Schülers, der sich vor einer 11-jährigen Schülerin die Hosen herunterzog und sie aus „Spaß“ aufforderte, „ihm einen zu blasen“, mit folgender Begründung: Mit seinem Fehlverhalten habe er die Schülerin sexuell belästigt und beleidigt und so das Recht auf deren sexuelle Selbstbestimmung und Ehrgefühl verletzt. Das „Verhalten des Schülers kann nicht als alterstypisches (vor-)pubertäres Verhalten angesehen werden“. Denn es müsse ihm klar gewesen sein, dass ein solches Verhalten die Grenze zum „Spaß“ bei weitem überschreite. Ein Verbleib des Schülers an der Schule lasse auch eine Gefahr für „die sittliche Entwicklung“ der Mitschüler befürchten.

 

Während also Sexualpädagogen in der Konsequenz die Kinder dazu anhalten, erfundene Bedürfnisse rücksichtslos auszuleben und sämtliche Schamgrenzen fallen zu lassen, mahnen Richter zur Achtung der Sittlichkeit, Selbstbestimmung und des Ehrgefühls Anderer. Dann muss ja nur noch die Frage geklärt werden, wer in diesem Land letztlich das Sagen hat.   

 

Eine Aufklärungsgrenze nach unten bezüglich sexueller Vielfalt gibt es inzwischen nicht mehr, so zumindest nachlesbar auf Seite 25 der Dokumentation „Vielfalt fördern von klein auf. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“: Krippenerzieher „wünschen sich“ auch „Bilderbücher für Kinder unter drei Jahren, die Familien in ihren vielfältigen Lebensweisen darstellen“.