9.9.2017

Der Weltraumprofessor aus Mannheim

 

Ein wenig Bildungsnostalgie fürs Wochenende: Heinz Haber (1913 – 1990), ein seinerzeit bekannter Astrophysiker und Fernsehmoderator, Spitzname: der Weltraumprofessor aus Mannheim, erklärt die Entwicklung der Erde praxisnah und mit interessantem Zeitmaßstab. Folge 11 seiner  Kinder-Wissenschaftssendung „Professor Haber berichtet“ heißt „Erdteile auf der Reise“, stammt aus dem Jahr 1980 und kann gerne hier angeschaut werden


22.7.2017

Virtuelle Reise über die Erde

 

Google Street View hat jetzt einen Ort hinzugefügt, den man aus 360-Grad-Perspektive erkunden kann. Dieser Ort befindet sich 400 Kilometer über der Erde und ist: die Internationale Raumstation ISS. Die Stuttgarter Zeitung stellt den Link für einen virtuellen Rundgang bereit, um den Innenraum mit Rundumsicht zu erkunden, verschiedene Räume kennen zu lernen oder die Weltraumtoilette zu besichtigen. Die Aufnahmen stammen vom französischen Astronauten Thomas Pesquet.  Fotos in Schwerelosigkeit zu machen sei eine „echte Herausforderung“, berichtet Netzwelt: „Doch die NASA und Google haben in Zusammenarbeit ein Methode ausgetüftelt, mit DSLR-Kameras sowie vorhandener ISS-Ausrüstung ohne Schwerkraft beeindruckende Aufnahmen zu produzieren.“


22.4.2017

Quantenrevolution: Spannend, aber…

 

Noch vor zwei Jahren hieß es in etlichen Medien, man sei weit entfernt vom Einsatz eines Quantencomputers. Heute schreibt Online PC: „Erste Quantencomputer sind tatsächlich schon im Praxiseinsatz.“ Die Computer mit dramatisch erhöhter Rechenkraft verändern Medizin, Landwirtschaft, Finanzwesen oder Industrie von Grund auf. Man stehe vor einem „menschlichen und technologischen Abenteuer“, schwärmen Fachleute. Um mit dem künftigen Einsatz von Qubits & Co. bei Verkehrsoptimierung, Klimaforschung, Gesichts-erkennung oder Materialforschung mitzuhalten, legte die EU ein Milliardenprogramm auf. Wer sich fragt, wie die künftig deutlich bildungsdistanziertere Gesellschaft bei den Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz überhaupt noch mitkommen soll, der findet eine Antwort in dieser Doku: „Dein Gehirn brauchst du dann nicht mehr.“


4.1.2016

Robotik & Co.: Wie wird es bald sein?

 

Die exponentielle IT-basierte Entwicklung wird vielleicht in einigen Jahren dazu geführt haben, dass der heutige Stand als „digitale Steinzeit“ betrachtet wird. Vor allem folgende technologische Trends könnten dazu führen, wie am Neujahrstag in der NZZ zu lesen war: 

 

Ultraschnelle Netze ab 2020: Die schrittweise eingeführte fünfte Mobilfunkgeneration (5G) beschere „atemberaubende Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde“; hundertmal so viel Datendurchsatz wie heute sowie Reaktionen quasi in Echtzeit. 5G-Netze könnten flächendeckend autonomes Autofahren oder freie Perspektivwahl durch hochauflösende Minikameras, etwa bei Sportveranstaltungen, erlauben.

 

Die Robotik werde ihrerseits „sämtliche Wertschöpfungsketten auf den Kopf stellen“ – sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor. In China bereits im Einsatz ist „iPal“: ein Babysitter für Kinder zwischen vier und acht Jahren. Der ein Meter große Roboter leistet Kindern Gesellschaft, nimmt durch Sensoren auch Emotionen wahr und reagiert darauf. Intelligente Softwares werden in Anwaltskanzleien Dokumente sichten, in „Zeitungsredaktionen produzieren Algorithmen Tausende von Artikeln pro Tag“ und Nähroboter sollen die Schuhproduktion immens beschleunigen.

 

Die Gen-Schere Crispr als Werkzeug der genetischen Grundlagenforschung berge „unendlich viel Potenzial für die Bekämpfung von Krankheiten und zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion“. Man könne damit auch tödliche Seuchen kreieren, der Einsatz ließe sich aber wohl nicht aufhalten. „Die Technologie scheint ebenso bedeutend wie die Entdeckung der Urankernspaltung: Die Welt nutzt die Erkenntnisse zum Bau von Atombomben und zur Energieproduktion.“

 

Das Satelliten-Navigationssystem Galileo - mit GPS und Glonass kombiniert - dient der Positionsbestimmung und werde zahlreiche Innovationen und neue Dienstleistungen bescheren. Beispiel: „Bis 2018 soll jedes neu eingeführte Automodell in Europa mit Galileo lokalisiert werden können – was die Arbeit von Rettungsdiensten künftig stark vereinfacht.“

 

Schließlich werde auch Elektromobilität die Entwicklung vorantreiben. Dafür erforderliche Energiespeicher sind Lithium-Ionen-Akkus. Rund um Lithium ist ein „Multi-Milliarden-Dollar-Sektor“ entstanden, wie man in der Aktienwelt von dem „neuen Öl“ schwärmt. 

 

Die Digitalisierung habe „bis heute unter dem Strich keine Stellen gekostet“, schreibt die NZZ; weil immer neue Job-Profile entstehen. Natürlich tun sich auch ganz andere Fragen auf, etwa zur ethischen oder geistig-spirituellen Entwicklung der Menschheit. Entstehen werden neue Abhängigkeiten und anders geartete Machtverhältnisse. Man sollte eigentlich schon längst angefangen haben, sich koordiniert auf breiter Basis darum zu kümmern.