4.1.2018

Pragmatismus bald rundherum?

 

Nach den östlichen Nachbarstaaten Deutschlands wartet jetzt auch Dänemark mit einer pragmatischen Politik auf: Im Dezember verschärfte das Land die Kontrollen an Grenzüber-gängen zu Deutschland und kündigte zudem an, die Mitfinanzierung des ominösen Menschenrechts- und Völkerrechtssekretariats im palästinensischen Ramallah einzustellen. Laut Basler Zeitung handelt es sich bei dieser Nichtregierungsorganisation (NGO) um eine „Tarnorganisation“, die das Geld an weitere, israelfeindliche NGOs weiterleitet. „Darunter sind auch Organisationen, die Terroristen verherrlichen und zu Gewaltaktionen gegen Israel und Juden aufrufen.“ Aktuell ist nun bekannt, dass Dänemark auch aus dem UNHCR-Programm zur Verteilung von Flüchtlingen ausscheiden will. Eine Mehrheit der Abgeordneten im Parlament, darunter die Sozialdemokraten, stimmte dafür. Dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen kann übrigens schwerlich Fremdenfeindlichkeit unterstellt werden, wie seine Neujahrsansprache zeigt: „Jedes Schicksal eines Flüchtlings ist herzergreifend … und wir wollen helfen. Aber wir müssen auch unseren Kopf einschalten. Wir müssen auf Dänemark aufpassen.“ Neben den meisten Menschen mit ausländischem Hintergrund, die „geschätzte Bürger“ sind, gebe es auch solche, die Gastfreundschaft missbrauchen. Hierzulande wird man so lange weiter auf der Stelle treten, bis die unredliche Gleichsetzung von Pragmatismus und Fremdenfeindlichkeit endlich eingestellt wird. 

 

Ausführlicher zum Pragmatismus beim Online-Wörterbuch Philosophie.

 

Nachtrag vom 5.1.: Zu den o.g. NGOs siehe auch ein Interview bei Audiatur: Sechs der 24 wichtigsten geförderten NGOs haben Verbindungen zur marxistisch-leninistischen Populären Front zur Befreiung Palästinas – "die von der EU auf ihrer offiziellen Liste von Terrororganisationen geführt wird" ... "Auf der anderen Seite gibt es Fälle wie Deutschland und die Europäische Union, wo die Offiziellen, die mit der NGO-Finanzierung zu tun haben, es vermeiden, sich mit den Beweismitteln auseinanderzusetzen. Ihre erste Antwort an jeden, der Informationen über die Verbindung der NGOs zu Terror und Antisemitismus liefert, ist, ihn zu attackieren, indem sie sagen: 'Das ist eine Fiktion der Rechten'" ... jegliche Kritik an NGO-Verbindungen zu Terroristen würde sofort als 'islamophob' bezeichnet ... "Die NGO-Lobby bei den Vereinten Nationen spielt eine große Rolle, denn sie ist ein Unternehmen mit einem Budget von einer Milliarde Dollar jährlich. Es ist eine Industrie, die man als solche bezeichnen muss. ... Es zeigte sich, dass soft power gefährlicher sein kann als hard power ... Ich begriff, dass diese NGOs, die so tun, als kümmerten sie sich um Menschenrechte, sich nicht aus Leuten rekrutierten, die in den Garagen ihrer Eltern ... unermüdlich an einer Verbesserung der Gesellschaft arbeiten. Im Gegenteil erhielten sie Hunderte Millionen Dollar, um Israel zur Verdammung und Delegitimation auszusondern. Teilnehmer der Konferenz wedelten mit Flugblättern, auf denen Hitler abgebildet war..."