6.3.2017

Die ungeschönte Lage

 

Eine mir bekannte, geistig noch durchaus rege 80-jährige Dame hat sich Anfang Januar die Tatort-Folge „Land in dieser Zeit“ angesehen und mich am nächsten Tag ganz aufgelöst angerufen von wegen in welch schlimmer Zeit wir leben, sie habe nach dem Film vor lauter Angst und Sorgen kaum noch schlafen können. Die Tatort-Folge zeichnete das Bild von den durchwegs – trotz Drogendealerei – guten Flüchtlingen und dem plumpen Bild, das sogar die Süddeutsche Zeitung als „Der Mörder ist immer der Rechtsextreme“ kritisierte. Was Tatort-Fans von dieser Folge halten, kann im Übrigen anhand der unten stehenden Kommentare auf dieser Website nachgelesen werden.

 

Während die längst nicht nur in der Tatort-Regie sitzenden öffentlich-rechtlichen Meinungs-macher genau das machen, was sie täglich Anderen gebetsmühlenartig vorwerfen – Ängste schüren und Emotionen statt Fakten vermitteln – bietet sich denen, die über mehrere Wochen hinweg das Blaulicht Presseportal der Polizei verfolgt haben, ein gänzlich anderes Bild als das allgemein vermittelte; was nicht bedeutet, Sorgen seien unbegründet. 

 

Im Wesentlichen gibt es für Bürger zwei Möglichkeiten des Umgangs mit der Gefahrenlage:

 

Erstens: Man stellt sich den Tatsachen und ist in der Folge informierter und aufmerksamer respektive besser vorbereitet; allein schon deshalb, weil handlungsfähiger ist, wer nicht erst mal aus allen Wolken fallen muss. Sicher gibt es hier etliche Bürger, die in legalen Grenzen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die Folge allerdings ist Verlust von eventuell gepflegter allgemeiner Unbeschwertheit sowie möglicherweise Distanzierung seitens Beziehungs-personen im Lebensumfeld, die unbeschwert bleiben wollen. Inwiefern solche Kontakte, sollten sie aufgrund dessen tatsächlich zerbrechen, generell positiv oder notwendig sind, sei dahin gestellt. Der beschriebene Umgang jedenfalls entspricht der Prävention.

 

Zweitens: Man proklamiert für sich ein Recht auf Nicht-Wissen und will trotz geänderter Umstände so weiterleben wie bisher. Die Mehrheit dieser Fraktion wird wohl aufgrund von Leichtgläubigkeit gegenüber den Medien des Mainstream allenfalls Sorgen wegen den angeblich überall anzutreffenden rechtsextremen Deutschen entwickeln und offenkundige Widersprüche zum „Weiter wie bisher“ – etwa das undemokratisch zustande gekommene Postulat der Bundesmigrationsbeauftragten „Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden“ – entweder aus Bequemlichkeit gedanklich erst gar nicht verarbeiten oder geflissentlich übergehen. Der beschriebene Umgang entspricht der Vogel-Strauß-Taktik. Wer sich damit weiter durchschlängeln will, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen. 

   

Am häufigsten sind im Blaulicht Presseportal Verkehrsdelikte, Raub mit zunehmender Brutalität sowie Diebstahl und Körperverletzungen veröffentlicht. Obwohl rücksichtslose Straftaten sogar gegenüber Personenkreisen verübt werden, die bis vor einigen Jahren sicherlich noch eher tabu waren als heute – etwa hochbetagte Damen oder Menschen mit Behinderung –, und obwohl kaum vorstellbar ist, mit welchen Kapazitäten die Polizei die oft mehrfach täglichen Angriffe ganz überwiegend auf deutsche Jugendliche jemals aufklären oder verhindern will, überbieten sich die aktuell vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) gegenseitig in Schönfärberei.  

 

Geradezu als Fake News zu betrachten ist etwa die Aussage des Polizeipräsidiums Südosthessen, wonach der Rückgang der Fallzahlen durchgängig festzustellen sei. Man muss sich schon bis zur mitgelieferten Grafik 3 auf Seite 12 durchklicken um festzustellen, dass es sehr wohl einen stetigen Anstieg gab: nämlich bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Welche Fälle im Einzelnen den „Strafrechtlichen Nebengesetzen“ zugeordnet werden, die sich in Südosthessen von 2006 bis 2016 sogar mehr als verdoppelten, bliebe an späterer Stelle zu recherchieren.

 

Angesichts der hohen Zahl an Zugewanderten wird sicherlich zu konstatieren sein, dass es sich bei den Straftätern nicht um die Mehrheit der Flüchtlinge handelt und ein guter Teil bemüht ist den hiesigen Anforderungen zu entsprechen. Im Übrigen  hat nach meinem Kenntnisstand noch nie auch nur irgendjemand in Abrede gestellt, dass es auch deutsche oder in Deutschland geborene Straftäter gibt. Der häufig anzutreffenden, aus der Luft gegriffenen Operation mit diesbezüglichen Unterstellungen gegenüber Aufklärern kann eine Sinnhaftigkeit nur dann abgewonnen werden, wenn man davon ausgeht, dass ihnen erhellende Beiträge zur tatsächlichen Kriminalitätslage unerwünscht sind. 

 

Solche Leute stellen ihr eigenes Interesse, nämlich unbedingt weiterhin zur Schafherde der Relativierer dazu zu gehören, über das Menschenrecht der körperlichen Unversehrtheit anderer Menschen; insbesondere jenes von Jugendlichen, die – häufig nach dem gleichen Muster – von ihnen gänzlich Unbekannten unvermittelt von hinten zu Boden gestoßen und dann brutal gegen den Kopf getreten werden. Wer sich die Mühe macht den Verlinkungen auf der entsprechenden linksstehenden Unterseite „Jugendliche“ zu folgen, dem wird sich in der Mehrheit der Fälle die Täterschaft erschließen. Angesichts der Art und Fülle sowie der scheinbaren Sinnlosigkeit dieser erschreckenden Angriffe ist es nicht weit hergeholt davon auszugehen, dass es sich in diesen Fällen mindestens um Rassismus gegenüber Deutschen handelt – angestachelt unter anderem von der justiziellen Erlaubnis die Deutschen als „Köterrasse“ zu stigmatisieren, während parallel die Politprominenz nahezu täglich die Kampf-der-Hatespeech-Fahne hisst.  Man muss die deutsche Mentalität nicht automatisch besonders mögen, wenn man sich fragt: Was soll dieser Widersinn?  

 

In Anbetracht der zur Auswahl stehenden Parteien zur Bundestagswahl werden sich wohl etliche liberal und emanzipiert Gesinnte bereits im Lager der Nichtwähler sehen. Nötig wäre angesichts der Lage eine Partei, die Ächtung von Gewalt zum obersten Ziel erklärt; setzt voraus, dass sachlich und vorurteilsfrei analysiert wird, wo Hass und Barbarei tatsäch-lich zuvorderst anzutreffen ist und was dazu geführt haben könnte. Im Übrigen ist sinn-gemäß Artikel 29 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Rahmen für sofortige Abschiebung zu schaffen für jeden, der sich hier vor Behörden schutzbedürftig präsentiert und wenig später Jugendlichen den Kopf kaputt tritt. Was für ein abartiger Scheißdreck.