Diese Seite dokumentiert Brände in Flüchtlingsunterkünften von Januar bis Mitte Mai 2017.

 

Aus Kapazitätsgründen kann die Seite nicht weiter gepflegt werden. Es dürfte auch bis dahin klar geworden sein, dass es sich bei der Rede von den täglich brennenden Asylunterkünften aus fremdenfeindlichem Motiv, wie sie bis vor kurzem häufig öffentlichkeitswirksam von Journalisten und Politikern kolportiert wurde, um klassische Fake News handelt. 


Mai 2017

 

Auslöser durch Flüchtlinge

 

(Mutmaßliche) Fahrlässigkeit

 

Metzingen: Mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sind nach einem Brandmelderalarm zur Flüchtlingsunterkunft ausgerückt. "Wie dann festgestellt wurde, hatte ein Bewohner im Backofen eine Speise zubereitet, obwohl in diesem noch alte Essensreste waren." Als diese verkohlten, löste die Rauchentwicklung den Brandmelder aus.

 

Ungeklärte Fälle

 

Weetzen: Eine hölzerne Beeteinfassung an einer Unterkunft wurde in Brand gesetzt.

 

Weinsberg: Im Zimmer eines Pakistani (21) begann es im Mülleimer zu brennen, die Flammen erfassten eine darüber hängende Jacke. "Der betroffene Gebäudeteil der Unter-kunft musste geräumt werden. Die Bewohner wurden in anderen Gebäuden untergebracht.


April 2017

Auslöser durch Flüchtlinge

 

(Mutmaßliche) Fahrlässigkeit

 

Meckenbeuren: Ein Plastikgefäß, das vermutlich beim Kochen zu nah an die Herdplatte gestellt wurde, fing an zu brennen und löste Brandmeldealarm aus.

 

(Mutmaßlicher) Vorsatz

 

Büren: Feuer in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige: Dort untergebrachter 25-Jähriger setzte eine Handvoll Papierblätter in seinem Zimmer in Brand. Sicherheitskräfte löschten das Feuer schnell. Durch Einatmen von Rauchgasen seien alle vier Männer verletzt und wurden in Krankenhäuser gebracht. Der aus Marokko stammende Verursacher konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung verlassen, andere blieben zur weiteren Beobachtung in ärztlicher Behandlung.

 

Buchholz: "Ein 17-jähriger Bewohner war von Zeugen beobachtet worden, wie er in einem Duschraum einen Teppich in Brand gesetzt hatte. Die Bewohner schlugen Alarm und löschten die Flammen mit Feuerlöschern. Der gesamte Duschraum ist durch die Rußausbreitung zunächst unbenutzbar geworden. Als Polizeibeamte vor Ort eintrafen, befand sich der 17-jährige Algerier in einem angrenzenden Wohncontainer. Er war stark alkoholisiert und zeigte sich äußerst aggressiv. Die Beamten nahmen den Jugendlichen in Gewahrsam. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 8000 EUR."

 

Technischer Defekt

 

Oelde: Nach Zimmerbrand (eines von außen verschlossenen Zimmers) geht die Polizei von technischem Defekt an einem Elektrogerät aus. "Alle Bewohner seien vorerst in anderen Unterkünften in Oelde untergebracht." Sachschaden: 10.000 Euro.

 

Ungeklärte Fälle

 

Hamburg: In einem Zimmer brannte ein Elektrogerät. Brandausbreitung wurde verhindert.

 

Hochneukirch: Textilien gerieten in der Gemeinschaftstoilette in Brand. "In Betracht kommt eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung." Hinweise auf fremde Personen fanden sich bislang nicht. Vorgängermeldung

 

Weil der Stadt: Großbrand mit Verletzten: Ersten Ermittlungen zufolge ist der Brand vermutlich im Treppenhaus ausgebrochen. Die Brandursache ist ungeklärt, Hinweise auf Einwirkung von außen ergaben sich bislang nicht. Brandschaden: 80.000 Euro. Das Gebäude ist vorübergehend nicht bewohnbar.

 

Mahlberg: Zwei Container brannten vollständig aus.


März 2017

Auslöser durch Flüchtlinge

 

(Mutmaßliche) Fahrlässigkeit

 

Coesfeld: Zubereitetes Essen in einer Pfanne fing Feuer. Geringer Sachschaden.

 

Kornwestheim: Ein Bewohner hatte mutmaßlich seine Brötchen im Backofen vergessen, so dass sich starker Rauch entwickelte. Weder Personen noch Sachen kamen zu Schaden. Vorsorglich war ein Rettungswagen mit drei Sanitätern hinzugerufen worden.

 

Recklinghausen: Nach ersten Erkenntnissen hat ein 22-jähriger Bewohner einen Topf mit Öl auf dem Herd erhitzt und dann vergessen. Beim Versuch, den brennenden Topf vom Herd zu nehmen, lief dem 22-Jährigen heißes Öl auf die Füße. Er und weitere zwei Bewohner mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Wohnung im ersten Stock ist vorerst unbewohnbar. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest.

 

(Mutmaßlicher) Vorsatz

 

Kehl: In einer Dusche wurde mittels Papier ein kleiner Brand entfacht.

 

Mönchengladbach: Der Haftrichter erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen einen 21-jährigen Unterkunftsbewohner wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung. "Der Beschuldigte hat bei seiner Vernehmung eingeräumt, das Feuer in seinem Zimmer gelegt zu haben...Zu seinen Beweggründen erklärte der 21-Jährige, dass er mit seiner gesamten Lebenssituation unzufrieden war und den Brand gelegt hätte, um seinem Leben ein Ende zu bereiten. Ihm war bewusst, dass weitere Bewohner in der Unterkunft waren. Damit brachte er Menschen, die teilweise noch schliefen, in eine große Gefahr." Der Wohncontainerkomplex der Unterkunft wurde durch das Feuer völlig zerstört.

Vorgängermeldungen: hier und dort.

 

Kreuzau: Ein 29-jähriger Bewohner ist dringend verdächtig, Gegenstände in Brand gesetzt zu haben. Das komplette Gebäude stand in Flammen, 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Vier Asylbewerber erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Alle 40 Bewohner wurden in die Unterkunft nach Drove gebracht. Die Asylunterkunft ist derzeit nicht mehr bewohnbar. 

 

Dössel: Androhung eines Brandes: "Da ein 23-jähriger Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Dössel sich nicht an die Auflagen des Sozialamtes hielt, sollten ihm die Leistungsbezüge gekürzt werden." Mit der Kürzung war er nicht einverstanden und randalierte im Sozialamt in Warburg. "Seiner Forderung nach dem vollen Leistungssatz wollte er mit der Androhung die Unterkunft für Flüchtlinge in Dössel in Brand zu setzen Nachdruck verleihen."

 

Helsa: Nach Brandausbruch wurde bekannt, dass zwei Somalier schwer verletzt waren. Sie mussten mit Stichverletzungen in Krankenhäuser. Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass der 28-jährige Syrer im Streit mit den beiden 21 und 27 Jahre alten Mitbewohnern ein Küchenmesser einsetzte. Anschließend könnte er den Brand gelegt haben, so die derzeitige Einschätzung nach ersten Zeugenangaben. Gesamtsachschaden: 30.000 Euro. Die Unterkunft ist derzeit nicht bewohnbar. Nachtrag: 28-Jähriger in U-Haft.

 

Täter: (Mutmaßliche) Rechtsextreme

 

Siegen: "Zwei augenscheinlich betrunkene 22- und 29-jährige Siegener waren laut skandierend in Richtung der besagten Einrichtung gegangen und hatten dort vergeblich mittels eines Feuerzeuges und einer Spraydose versucht, eine vor dem Gebäudes stehende Mülltonne in Brand zu setzen." Ob es sich um Rechtsextreme handelt ist bislang unklar.

 

Technischer Defekt

 

Ungeklärte Fälle

 

Dorsten: Im ersten Obergeschoss brannten in einer Wohnung Einrichtungsgegenstände. Der Brand konnte durch Einsatzkräfte gelöscht werden. Die Wohnung ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar, so dass die Bewohner anderweitig untergebracht werden mussten. 

 

Kiel: Gegen 04.30 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines Feuers in der Asylbewerber-unterkunft alarmiert. Es hatte ein Sofa im Erdgeschoss gebrannt. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Die ca. 30 Bewohner konnten sich ins Freie retten und blieben unverletzt.

 

Missbrauch oder Zerstörung von Brandmeldern

 

Kressbronn: Feuerwehr und Polizeibeamte eilten zur Asylbewerberunterkunft, nachdem ein Brandmelderalarm eingegangen war. "Dort konnte zwar kein Brand, aber ein betätigter Melderknopf und Rußantragungen an einem Rauchmelder festgestellt werden. Ein zunächst leugnender dort untergebrachter 15-Jähriger konnte als mutmaßlicher Auslöser ermittelt werden. Er soll ein Feuerzeug an den Brandmelder gehalten haben."


Februar 2017

Auslöser durch Flüchtlinge

 

(Mutmaßliche) Fahrlässigkeit

 

Pappenheim: Im ersten Stock der Unterkunft bricht Feuer aus. Bei der Brandbekämpfung erleiden zwei Wehrmänner Verletzungen. Der Sachschaden am Gebäude wird auf 15.000 Euro geschätzt. "Ein dringender Tatverdacht richtet sich gegen einen 35-jährigen Bewohner der Unterkunft. Er soll in einem Bett geraucht und so die Matratze in Brand gesetzt haben."

VorgängermeldungBei der Brandbekämpfung verletzen sich zwei Wehrmänner leicht. 

 

Buchholz: Mehrere Streifenwagen sowie die Feuerwehr fuhren die Örtlichkeit an. Beim Eintreffen der ersten Beamten hatte der Sicherheitsdienst den Brand weitestgehend gelöscht. In einem Sanitärraum hatte ein Papierkorb aus Kunststoff gebrannt. Das Gebäude war wegen der Rauchentwicklung kurzzeitig geräumt worden. Es blieb bei geringem Sachschaden. Die Polizei geht derzeit von fahrlässiger Brandstiftung aus.

 

Bad Homburg: Durch einen vergessenen Topf auf dem Herd kam es zu einem Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Ein 29-jähriger Bewohner verließ die Wohnung, ohne den dortigen E-Herd abzuschalten. Sachschaden: 100 Euro.

 

Wangen: Als Brandursache wurde eine brennende Bettdecke festgestellt. Ein 20-Jähriger hatte im Schlaf eine brennende Nachttischlampe umgestoßen, die auf die Bettdecke fiel und diese entzündete. Der Sachschaden hielt sich im Rahmen.

 

Neuhausen: Die Feuerwehr löschte den Kleinbrand. Ein Küchenbenutzer hatte offenbar seine Brötchen im eingeschalteten Backofen vergessen. Als diese schließlich verkohlten, zogen dichte Rauchschwaden durch den Raum. Zwei Sicherheitsmitarbeiter atmeten bei der Nachschau Rauchgase ein und wurden vorsorglich vom Rettungsdienst zur ambulanten Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

 

(Mutmaßlicher) Vorsatz

 

Laubach: Tatverdächtiger nach Brand: Ein 19-jährigen Mann aus Afghanistan steht im dringenden Verdacht, mehrere Matratzen in seinem Zimmer angezündet zu haben. Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Das Amtsgericht ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in der Psychiatrie an.

 

Bad Homburg: Im Hessenring brannte eine Asylbewerberunterkunft. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Tatverdächtig ist ein 20-jähriger Syrer, der gegenüber den Einsatzkräften angegeben hat, dass er in seinem Zimmer "eine Matratze angezündet habe". Der 20-Jährige wurde vor Ort festgenommen. Eine weitere Person, die die Einsatzmaßnahmen störte und Anweisungen der Einsatzkräfte keine Folge leistete, befindet sich ebenfalls in polizeilichem Gewahrsam. In dem Wohnhaus sind 83 Personen gemeldet. Durch das Feuer wurde das gesamte erste Obergeschoss in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewohner wurden evakuiert. Bislang sind fünf verletzte Personen bekannt. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar.

 

Hamburg: Polizeibeamte haben eine 31-jährige Bewohnerin einer Wohnunterkunft vorläufig festgenommen, da sie im Verdacht steht, ihren Wohnbereich in der Unterkunft in Brand gesetzt zu haben. Ein Mitbewohner der aus dem Kongo stammenden Frau hörte verdächtige Geräusche und schaute nach. Er sah die 31-Jährige gerade ihr Zimmer verlassen und entdeckte anschließend in diesem Zimmer eine brennende Matratze. Aufgrund der Spurenlage ist von schwerer Brandstiftung auszugehen. Durch das Feuer wurde das Dachgeschoss des Gebäudes völlig zerstört. Gesamtschaden: 100.000 Euro.

VorgängermeldungDie Feuerwehr war mit zwei Löschzügen, einem Führungsdienst, zwei Rettungswagen, dem Umweltdienst, einem Gerätewagen Atemschutz, einem Bereichsführer FF und einem Pressesprecher und insgesamt 50 Einsatzkräften der Feuerwehr im Einsatz.

 

LiederbachBeim Brand in einer Asylbewerberunterkunft ist ein erheblicher Sachschaden entstanden. Während der Löscharbeiten fanden sich 94 Personen vor der Unterkunft ein, die das Objekt verlassen konnten und sofort durch Rettungs- und Polizeikräfte betreut wurden. Die Asylbewerberunterkunft ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Im Verlauf der Nacht wurde der Polizei eine Auseinandersetzung im Haus gemeldet, worauf ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Daraus ergaben sich erste Anhaltspunkte auf einen möglichen Verursacher des Brandes. Ein Bewohner der Unterkunft wurde vorläufig festgenommen. 

 

Täter: Rechtsextreme

 

Technischer Defekt

 

Hamburg: Der Feuerwehr wurde ein Kabelbrand in einem der Container gemeldet. Vor Ort konnte ein Feuer in einem der Toilettencontainer festgestellt werden. Die Brandbekämpfung wurde unter umluftunabhängigem Atemschutz mittels eines C-Rohres durchgeführt. Gebrannt hatte die Elektroverteilung vermutlich auf Grund eines technischen Defekts. 

 

Ungeklärte Fälle

 

Lübeck: Rund 90 Einsatzkräfte evakuierten die anwesenden Personen in der Halle und brachten diese zur weiteren Betreuung durch den Notarzt in einen Bus des Stadtverkehrs. In der Halle brannte eine Matratze. Als schwierig und sehr zeitintensiv erwies sich die Entrauchung der Halle über die vorhandenen Öffnungen.

 

Sigmaringen: Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde durch Rauchgase im Unterkunftsgebäude der Erstaufnahmeeinrichtung leicht verletzt. Der Sicherheitsbedienstete stellte fest, dass der Brand bereits gelöscht war. Die Feuerwehr befreite das Gebäude von den giftigen Rauchgasen. Im Duschbereich brannte ein Kleidungsstück, das durch einen Unbekannten in der Dusche gelöscht wurde. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Während des Einsatzes wurde ferner festgestellt, dass ein unbekannter Täter mit einem Stuhl eine Glasscheibe eingeworfen hatte. Der Schaden der Scheibe beläuft sich auf etwa 500 Euro.

 

Sigmaringen: Feuer durch vorsätzliche Inbrandsetzung einer Matratze. Folgen: Drei leicht verletzte Sicherheitsmitarbeiter und rund 10.000 Euro Sachschaden. Eine Evakuierung der 24 Bewohner war veranlasst.  

 

Alsbach-Hähnlein: Unbekannte warfen eine Glasflasche mit brennender Flüssigkeit in den Innenhof einer Flüchtlingsunterkunft. Gegen 22.45 Uhr nahmen Bewohner der Unterkunft einen Knall wahr und stellten die brennende Flasche fest. Durch die Hitze wurde die Gebäudefassade leicht beschädigt. Zum Tatzeitpunkt hielten sich keine Bewohner im Innenhof auf. Der Brand konnte durch die Bewohner selbst gelöscht werden.

 

Drensteinfurt: Ein Anwohner bemerkt ein Feuer vor einer Asylbewerberunterkunft. Das Feuer erlosch vor Eintreffen der Feuerwehr. Die 1 qm große Brandfläche grenzt an die Fassade, Rußanhaftungen sind erkennbar. Die Ermittler gehen von Vorsatz aus. Offenbar setzten der oder die Täter Benzin als Brandbeschleuniger ein. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, der Staatsschutz ermittelt.

 

Düdelsheim: Mehrere in Brand geratene Müllsäcke auf einem Balkon im ersten Stock einer Asylbewerberunterkunft. Ein Nachbar hatte das Feuer bemerkt und die Feuerwehr sowie die Bewohner informiert. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 300 Euro. 

 

Siersdorf: Ein Kinderwagen im Flur einer Asylunterkunft war es, der brannte. Dieser konnte allerdings schnell gelöscht werden. Auch hier ist die Ursache für den Brand bislang unklar. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund ergaben sich bislang nicht.

 

Sigmaringen: Drei leicht verletzte Sicherheitsmitarbeiter und rund 10.000 Euro Sachschaden sind die Bilanz eines Brandes in einem unbewohnten Zimmer eines Unterkunftsgebäudes der Erstaufnahmeeinrichtung. Der Brand war im ersten Stock ausgebrochen Bei der sofortigen Überprüfung durch die Sicherheitsmitarbeiter stellten diese eine starke Rauchentwicklung im Flur fest und veranlassten deshalb die Evakuierung der 24 Bewohner.

 

Dorsten: In einem Kellerraum brannten Einrichtungsgegenstände. Alle 196 Bewohner waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits durch den Sicherheitsdienst in eine nahegelegene Sporthalle untergebracht worden. Das gesamte Gebäude wurde kontrolliert und der Brand im Keller unter Atemschutz gelöscht. Bei ersten Löschversuchen hat sich ein Bewohner eine Rauchgasintoxikation zugezogen. Im Einsatz befanden sich die hauptamtliche Wache, drei Löschzüge und Rettungsmittel aus Haltern und Schermbeck sowie der Leitende Notarzt. 

 

Lübeck: Als die Einsatzkräfte am Einsatzort ankamen, stand eines von fünf dort aufgestellten Holzhäusern bereits in Vollbrand. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Brand im Gebäudeinneren ausbrach und durch einen Bewohner verursacht wurde. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest. Ob es sich hier um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelt, müssen Ermittlungen zeigen.

 

Wernau: Feuer in Abwesenheit der drei Bewohner im Inneren des Containers: Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen nicht vor. Die Untersuchungen konzentrieren sich derzeit auf die im Wohncontainer technischen Geräte. Sachschaden: 100.000 Euro.

 

Missbrauch oder Zerstörung von Brandmeldern

 

Bleidenstadt: In einer Asylbewerberunterkunft wurde zweimal kurz hintereinander ein Brandmelder ausgelöst. Die Notrufe gingen um 23.35 Uhr und um 00.07 Uhr bei der Feuerwehr ein, woraufhin diese ausrückte, ohne dass es einen Brand gab. Im ersten Fall hatte ein 25-Jähriger Bewohner der Unterkunft einen Brandmelder eingeschlagen und im Anschluss den Melderknopf gedrückt. Im zweiten Fall handelte es sich um einen 23-jährigen Bewohner. Gegen beide Männer wurde jeweils eine Strafanzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln gefertigt.

 

Freiburg: Gleich zweimal mussten Rettungskräfte wegen mutwillig ausgelöstem Brandalarm ausrücken. Gegen 20.24 Uhr löste ein Täter in der Gemeinschaftsunterkunft mutwillig den Brandalarm aus, weshalb die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und zwölf Mann ausrückte. Vor Ort wurde festgestellt, dass kein Brand vorlag. Das Glas des Notrufknopfs musste ausgewechselt werden. Gegen 21.06 Uhr wurde erneut Alarm ausgelöst. Wiederum rückte die Feuerwehr aus, wieder war kein Brand vorhanden und wieder musste die Glasscheibe des Notrufs ausgetauscht werden. Eine Vielzahl der Bewohner befand sich an der Örtlichkeit, niemand wollte jedoch Auskunft zum Täter machen. 


Januar 2017

Auslöser durch Flüchtlinge

 

(Mutmaßliche) Fahrlässigkeit

 

Herbstein: Zu heiß gewordenes Fett in einem Topf auf einem Herd setzte vermutlich eine Dunstabzugshaube in einem Asylbewerberheim in Brand. Ein herbeigeeilter Nachbar löschte die Flammen und zog sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Ein Rettungswagen versorgte den 57-Jährigen vor Ort. Die Feuerwehr war an der Einsatzstelle. Schaden: 250 Euro.

 

Bad Homburg: Ein Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro entstand bei einem Brand in einer Asylbewerberunterkunft. Durch die eintreffende Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden. Die Brandermittler waren vor Ort. Es wird davon ausgegangen, dass ein unsachgemäßer Umgang mit dem Herd in der Küche zum Brand in der Unterkunft führte. Die Bewohner wurden vorerst in eine andere Unterkunft untergebracht.

 

Ahlerstedt-Bockel: "Nach bisherigem Kenntnisstand ist lediglich eine Matratze in Brand geraten, sodass es zu keinem Gebäudeschaden gekommen ist." Fünf Bewohner werden vorsorglich in das Elbe-Klinikum-Stade verbracht, bleiben jedoch vermutlich unverletzt. Die Ortswehren Ahlerstedt, Wangersen und Ahrensmoor waren mit ca. 60 Feuerwehrleuten vor Ort. Nach Angaben des 20-jährigen Verursachers wurde der Brand vermutlich durch eine vergessene Zigarette ausgelöst. Es liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

 

(Mutmaßlicher) Vorsatz

 

Hövelhof-Staumühle: "Die Ermittlungen zu dem Brand in einer Unterkunft für Zuwanderer in Hövelhof-Staumühle (die Polizei berichtete) haben zu Festnahmen geführt. Nach den bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind drei 20- und 21-jährige Bewohner der Unterkunft - es handelt sich um Asylbewerber aus Algerien - dringend verdächtig, gestern Nachmittag in einem Wohnraum der von ihnen bewohnten Unterkunft vorsätzlich Feuer gelegt zu haben. Anlass war offenbar die Unzufriedenheit der Beschuldigten mit ihrer Unterbringungssituation in der Einrichtung."

VorgängermeldungEin Gebäude mit mehreren Wohneinheiten brannte vollständig aus. Insgesamt wurden durch den Brand 57 Personen verletzt. 30 Personen kamen ins Krankenhaus. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.

 

Täter: Rechtsextreme

 

Technischer Defekt 

 

Ungeklärte Fälle

 

Schriesheim: Gemäß Ermittlungsstand wurde unter einer Treppe gelagerter Sperrmüll fahrlässig oder vorsätzlich in Brand gesetzt. Kein Hinweis auf eine fremdenfeindliche Tat.

Vorgängermeldung 1: Das zweigeschossige Wohnhaus wurde komplett evakuiert. Ein Mann kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik. Die Feuerwehren Schriesheim, Altenbach und Dossenheim waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden wird auf 50.000 bis 70.000 Euro geschätzt. 

Vorgängermeldung 2: Brandmittelspürhund kam zum Einsatz. Sachschaden: 100.000 Euro.

 

Bad Lippspringe: Nach einem Feuer in einer Unterbringungseinrichtung für Zuwanderer ermittelt der Staatsschutz, da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne. Keiner der 19 Zuwanderer wurde verletzt. Die Feuerwehr löschte das Feuer. In einem Kellerraum gerieten ein Kinderwagen und Stühle in Brand, vermutlich vorsätzlich. 

Anm.: Keine Nachtragsmeldung bis März bekannt. 

 

Haan: "Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang beidseits des Gebäudes Rauch aus den Fenstern der Dachgeschosswohnung. Mehrere mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps gingen in das Haus vor. Mit drei C-Rohren konnte das Feuer nach kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings mussten Zwischendecken und Bereiche des Spitzbodens aufwendig geöffnet und nach Glutnestern abgesucht werden. Zum Abschluss wurde ein Lüfter eingesetzt, um das Haus vom Rauch zu befreien. Das städtische Gebäude dient der Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern. In der betroffenen Etage brannten zwei Räume vollständig aus, so dass die Dachgeschosswohnung nicht mehr nutzbar ist. Dort hatte sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand aufgehalten. Insgesamt waren 27 Kräfte im Einsatz, darunter ein vorsorglich angeforderter Atemschutzgerätewagen der Feuerwehr Erkrath sowie der Rettungsdienst mit dem Notarzt." 

 

Frohnhausen: "Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Die Bewohner des Gebäudes befanden sich zum Glück alle schon im Freien in Sicherheit, so dass die Feuerwehr sofort mit der Brandbekämpfung beginnen konnte. Eine Frau wurde vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert, alle anderen Bewohner blieben unverletzt und wurden wegen der Kälte in die angrenzende Sporthalle gebracht. Nach Beendigung der Löschmaßnahmen wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt, um das Gebäude rauchfrei zu machen. Da das Obergeschoss durch die Rauchgase vorrübergehend nicht genutzt werden kann, mussten etwa 30 Bewohner die Nacht auf Feldbetten in der Sporthalle verbringen. Im Einsatz ein Löschzug und Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr sowie das DRK zur Betreuung."

 

Missbrauch oder Zerstörung von Brandmeldern

 

Mannheim: Mutwillig in Brand gesetzt wurden drei Brandmelder in zwei Gebäuden einer Flüchtlingsunterkunft. Die Berufsfeuerwehr war mit drei Löschzügen im Einsatz. Wände und Decken wurden stark verrußt. Fünf Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wurden bei den Evakuierungsmaßnahmen der Bewohner leicht verletzt. Kurz vorher kam es zu einem ähnlichen Vorfall in einem weiteren Gebäude in derselben Unterkunft. Auch hier wurde ein Feuermelder vorsätzlich angezündet. Die Berufsfeuerwehr war auch hier schnell zur Stelle.