Februar 2015

Homepage

 

Meine Homepage dient dazu, die gesellschaftspolitische Entwicklung deutlich zu machen – durch „Übersetzung“ der veröffentlichten Meinung, Richtigstellungen und Aufzeigen weiter gedachter Konsequenzen. Ein Hauptaugenmerk liegt unter anderem auf dem veröffentlichten Umgang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) von 1948, die meiner Beobachtung nach zunehmend ausgehöhlt wird. Die AEMR statuiert in 30 Artikeln bürgerliche, politische und soziale Rechte, die Menschen um ihrer Würde willen zukommen sollen. Sie ist kein juristisch verbindliches Dokument, hat aber politisch und moralisch großes Gewicht; Völkerrechtler sprechen ihr daher gewohnheitsrechtlichen Charakter zu. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist zu lesen, dass heute die „Klarheit des Programms der Allgemeinen Erklärung von 1948“ einer „eher diffusen normativen Gemengelage gewichen“ sei und nicht immer neue Rechte proklamiert werden sollten.

 

In der Kommission, die nach dem Schock des Weltkriegs und des Holocaust zwischen 1946 und 1948 heftig um die Formulierungen in der AEMR diskutierten, waren Vertreter unterschiedlichster politischer Positionen. Später und erst recht heute sind es vor allem Vertreter linkspolitischer Positionen, die sich mit Konkretisierungen der AEMR-Artikel und mit immer weiteren rein sozialen (letztlich: finanziellen) Forderungen vom Charakter der AEMR zunehmend weg bewegen: denn eigentlich durchzieht der liberale Gedanke die AEMR, der den Menschen als Verantwortungssubjekt wahrnimmt, anstatt ihn zum staatlich abhängigen Fürsorgefall zu degradieren. Kritische Beobachter dieser Entwicklung monieren diesbezüglich auch den immensen Einfluss von Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

 

Ein ähnliches Schicksal wie die AEMR erleidet die Antidiskriminierungspolitik: Ursprünglich dazu angelegt, durch Überzeugungsarbeit Wertschätzung für Anderslebende wie etwa behinderte Menschen zu wecken, ist sie heute unter Strafandrohung zu einem Knüppel-aus-dem-Sack instrumentalisiert, um unbequeme Tatsachen einer Debatte erst gar nicht zugänglich zu machen. Vielleicht aber auch, um der Herausforderung – Überzeugungsarbeit im direkten Kontakt mit den Menschen zu leisten – aus dem Weg zu gehen. Jedenfalls ist man in der Antidiskriminierungspolitik dazu übergegangen, zwischenmenschlich zu leistende Arbeit von der Jurisprudenz erledigen zu lassen. Der Preis dafür ist die europaweite Pervertierung der Strafrechtskultur, die unbescholtene Bürger für ihre frei gewählten Weltanschauungen bestraft.

 

Beispielhaft zeigt sich dies in Fällen der Rechtsprechung, in denen etwa Gewerbetreibende zu Schadenersatzzahlungen wegen antidiskriminierungsrechtlicher Verstöße verpflichtet wurden. Breit bekannt wurde ein britisches, christliches Betreiber-Ehepaar einer Pension, das Doppelzimmer traditionell nur an verheiratete Paare vermietete. Nachdem die Eheleute einem homosexuellen Paar eine Reservierungsabsage gaben, wurden sie wegen Diskriminierung zur Zahlung von rund 4.300 Euro verurteilt. Nach Bekanntwerden des Rechtsstreits sahen sie sich durch persönliche Anfeindungen bis hin zu Todesdrohungen gezwungen, die Pension zu verkaufen. Hier zeigt sich, wes Geistes Kind heutige Antidiskriminierungs-Aktivisten vielfach sind: Mitnichten geht es ihnen darum zu überzeugen, dass es nicht richtig ist, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität auszuschließen. Der Schadenfreude zufolge, die sich im Netz regelmäßig über Verurteilte ergießt, geht es solchen Aktivisten ausschließlich um Sieg – wie in einem Spiel oder einer Sportart. Mit Menschen umzugehen wie mit Spielfiguren oder Fußbällen: das ist es, wogegen ich anschreibe.  


Januar 2016

Schwerpunktänderung

 

Da seit September 2015 aufgrund der sogenannten Flüchtlingskrise sowie aufgrund der Weigerung politischer Verantwortlicher realitätsnah Probleme wahrzunehmen und anzugehen gesellschaftliche Verwerfungen zu befürchten sind, hat sich der Schwerpunkt dieser Homepage bis auf Weiteres auf die Folgen der Zuwanderung fokussiert. 


29.7.2019

Wünsche schon mal guten Rutsch.

 

So, ich habe jetzt die ganze Woche eingehend reflektiert und bin zu der Entscheidung gelangt, die Berichterstattung auf meiner Homepage vorerst bis Ende des Jahres einzustellen. Es ist mir bis hierher ein starkes Anliegen gewesen, alternative Wahrnehmungsperspektiven aufzuzeigen. Die Homepage mitsamt Archiv steht im Netz als jederzeit abrufbare Dokumentation. 

 

Das Gros der Bevölkerung wird es nicht lesen, sondern jeden Tag andächtig Tagesschau gucken und nicht zu denken wagen, dass hier auch vernebelt werden könnte. Man kennt ähnliche Mechanismen von früher. Der Zeitzeuge Sebastian Haffner hat es 1940 in seiner Analyse „Germany: Jekyll & Hyde“ in diese Worte gefasst: „…das groteske Totschweigen dessen, was allgemein bekannt ist … Die Nazipropaganda verschmäht es, an die Vernunft zu appellieren: Sie richtet sich an das Gefühl und die Phantasie. Ihre Manipulatoren wissen, daß die Deutschen nicht in Ermangelung von Verstand, sondern durch das Übermaß an Gefühlen dumm sind, und sie schüren diese Emotionen.“ Erfolgreich war das, weil sowohl das „Hausmädchen“ wie der „Universitätsprofessor“ eine überzeugend vorgetragene Behauptung eher glauben, „als ihren fünf Sinnen und ihrem Urteilsvermögen zu trauen“. Das X ist ein U. Genauso wird es weitererzählt.   

 

Geschlossene Weltbilder sind inzwischen überall anzutreffen. Vornehmlich dort, wo man ständig das Wort „offen“ im Munde führt und tatsächlich Exklusion betreibt; sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite. Fröhliche Urständ feiert auf letztgenannter Front insbesondere das Stigma der kinderlosen Frau. Es wird verurteilt und gerichtet, ohne sich auch nur ansatzweise zum individuellen Hintergrund zu interessieren. Bis vor fünf Jahren ist mir das nie begegnet. Ich habe immer Respekt vor Familien gehabt, die vernünftig ihre Kinder erziehen. Ebenso wurde mir als Alleinreisende Respekt gezollt; zuletzt auf einer Flugreise bei einem interessanten wohlwollenden Gespräch mit einem älteren (Familien-) Ehepaar. Man hat sich halt füreinander interessiert, war neugierig auf die jeweils andere Art zu reisen und hat sich am Schluss alles Gute gewünscht. In punkto Übernahme von Verantwortung wird ausgeblendet, dass es zahlreiche Mütter und Väter gibt, die ihrer Verantwortung in keiner Weise gerecht werden mit teils dramatischen Folgen für die Kinder. Die wiederum, etwa Kinder aus suchtkrankem Elternhaus, übernehmen unter Verzicht ihrer Kindheit schon ganz früh erhebliche Verantwortung für Geschwister und Haushalt und im späteren Leben häufig in Form diverser Engagements. Wenn Menschen mit solcher Familienerfahrung kinderlos bleiben, muss das niemanden wundern. 

 

Die sachfremde Verknüpfung des privaten Lebensumstands Kinderlosigkeit mit schlechten Charaktermerkmalen, also die Schaffung eines stigmatisierten Feindbildes, erfüllt schon diverse Funktionen. Manche sonnen sich im bequemen Schein eitler Selbstgerechtigkeit und erhöhen sich durch Abwertung Anderer. Einige haben vielleicht besonders große Angst vor dem Alleinsein und hegen einen Neid gegenüber eigenständigen Frauen. Aus politischer Motivation heraus kann die Rekrutierung einer Klientel für das rechtsextreme Milieu durchaus eine Rolle spielen und man fragt sich, inwiefern entsprechende Warner teilweise recht haben – aber: die Verhältnisse mittels Provokation in Form von Totschweigen punktuell zugewanderter Gewalt und Unterlassung dringender politischer Maßnahmen, Diffamierung von Kritikern und maßlosen Zumutungen an die Bürger selbst erzeugt haben. Die Schuldfrage, einmal mehr. 

 

Mir wird es hier jedenfalls insgesamt ideell zu stickig. Die frei werdende Zeit und Energie werde ich dafür verwenden, meine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und mich ein wenig um körperliche Fitness zu bemühen. Tatsächlich gibt es keinerlei Anlass anzunehmen, dass ich vor Eintritt des Rentenalters hier wegkomme. Ich mach’s halt wie immer: die Chancen nutzen, die ich nicht habe. Bis dahin wird die Nachrichtenlage weiterhin verfolgt und Relevantes in Form von Nachträgen eingepflegt, damit der dokumentarische Charakter der Homepage gewahrt bleibt. Wenn sich bis Jahresende rein gar nichts an machbaren Veränderungen andeutet, dann nehme ich die Berichterstattung wieder auf. Es hat mich immer gefreut, dass mir einige Leser regelmäßig gefolgt sind und wünsche bis auf Weiteres eine bestmöglich angenehme Zeit. 


29.8.2019

Es geht doch wieder weiter

 

Sorry für das Hin und Her, aber ich muss jetzt meine Homepage doch wieder weiterführen. Mir begegnen ständig Nachrichten, die bei einschlägigen alternativen Online-Medien unerwähnt bleiben und die nur in Form von Nachträgen auf meiner Seite untergehen. Es bleibt mir nur festzustellen, dass meine Homepage als alternatives Nachrichtentool doch noch größeren Sinn macht, als ich gedacht habe. Wie mir einige geschrieben haben, besteht auch Bedarf dafür. 

 

Während meiner vierwöchigen Schreibabstinenz hat sich meine Einstellung dahingehend verfestigt, dass ich im Hinblick auf den diametralen Kampf über die Deutungshoheit die eine Gruppierung inzwischen noch schlimmer finde als die andere und umgekehrt. Fast überall pflegt man im Rahmen von elitären Zirkeln arroganten Hochmut, idealisiert bestimmte Personen – hier aus Machtkalkül, dort aufgrund von Äußerlichkeiten – oder spielt sich als Scharfrichter respektive als Witzereißer über persönliche Lebensumstände und Dispositionen anderer Leute auf, die in einer politischen Debatte überhaupt nichts zu suchen haben. Meine Welten sind das nicht; ich bin sensibel und fühle mich in solchen Gefilden nur unwohl, weiter nichts. 

 

Als Einzelkämpferin kann ich trotzdem weitermachen. Allerdings insofern etwas abgespeckt, als dass zwar wie gewohnt in der Regel täglich, aber nur noch selten längere Texte erscheinen. Denn solange mein vorrangiges Projekt der Fremdsprachenoptimierung gilt, gehört ein Teil meiner abendlichen Aufmerksamkeit der hervorragenden Derrick-Serie auf Italienisch. Man vergleiche den psychologisch wie kameratechnisch feinsinnig gestalteten Krimi (hier auf Deutsch oder dort auf Französisch), der fast gänzlich ohne Gewaltdarstellung auskommt, mit der heutigen Brutalo-Tatort-Pädagogik – Welten tun sich auf, auch dort. Man fragt sich, wie es dazu kommen konnte.

 

Derrick Theme Song 


März 2020

Schwerpunktänderung

 

Im Zuge der Coronakrise wird dieses Jahr verstärkt die Beschneidung der Grundrechte begleitet.

 

Nachtrag vom Juni: Der Fokus wird auch auf den Gewalt eskalierenden "Antirassismus" mit Denkmalstürmen und erstrebter Kulturrevolution gelegt. 


22.6.2020

Hinweis in eigener Sache

 

Es findet überall eine ungute Lagerbildung statt. Nicht nur im bürgerlichen und betont anti-bürgerlichen Milieu; auch im Internet, wo sich der Haltungsjournalismus ebenfalls ungebremst Bahn bricht, ob man das nun zugibt oder nicht. Man teilt halt aus in der Community – allerdings nur das und kümmert sich anscheinend wenig darum, kritisierbar zu sein etwa dahin gehend, ob man sich vielleicht in die ideologische Einseitigkeit manövriert hat. Um es mit dem Pastor Arnold Muggli zu sagen: „Täuschen wir uns nicht: Jeder ist an seinem Ort, so unbedeutend seine Stellung im Räderwerk der Welt auch sein mag, entweder ein Teil der Gesundung oder ein Teil der Krankheit der Welt.“ Wer sich als Mitglied einer Community versteht, in der ein Loyalitätsanspruch höheren Wert erlangt als intellektuelle Eigenständigkeit, der wird vielleicht nicht ausreichend motiviert sein, sich selbst diesbezüglich prüfen. 

 

Wie dem auch sei: Ich werde auch künftig keinen Filterblasen entsprechen. Es gibt von mir zwar deutliche Kritik, etwa zur kurzsichtigen Zuwanderungspolitik, aber auch die Bereitschaft, von den dafür Verantwortlichen was anderes positiv zu erwähnen, wenn mir Entsprechendes begegnet. Ein klarer Fall von Verrat wohl für eines der Lager, für’s andere in umgekehrter Konstellation. Der Punkt ist: Ich lege wesentlich weniger Wert auf meine eigene persönliche Verortung. Es ging mir von Anfang an in erster Linie darum, Anregungen für die Meinungsbildung weiterzugeben. Ich selbst habe zu einigen Aspekten (noch) keine abgeschlossene Meinung und erlaube mir auch schon mal Ambivalenzen. In ideologisch festgezurrten Zirkeln auf beiden Frontseiten intolerabel. Der Opportunismus zur klaren Haltung ist aber zum Merkzeichen dieser Zeit avanciert. Die Allerwenigsten pflegen noch eine Bereitschaft zur sachlich orientierten Toleranz jenseits des Denkens in Parteigrenzen. Ich bin also nicht hip. Jedenfalls schwindet das Interesse an meiner Homepage, so dass ich den zeitlichen Aufwand für diese ehrenamtliche Arbeit nicht mehr in diesem Umfang aufzubringen bereit bin.

 

Beiträge erscheinen bis auf Weiteres nur noch samstags, am Sonntag folgt der musikalische Stimulus. Aktualisierende Nachträge werden weiter, auch wochentags, eingepflegt.