8.8.2020

Genau wie im Film

 

Ordinärer Geschmack ist ja bei den öffentlich-rechtlichen Sendern sattsam bekannt. Aktuell toben nun Wiesn-Wirte über die Oktoberfest-Serie von ARD und BR: „Unverfroren und total daneben.“ Mehr dazu bei tz. Man darf auch fragen, ob es in Corona-Zeiten angebracht ist die Serie „Sløborn“ (Erstausstrahlung am 23. Juli bei ZDFneo) zu zeigen – ein „Virus-Horror auf fiktiver Nordseeinsel“, wie NDR titelt, der genau die Geschichte erzähle, die gerade weltweit passiert: Lockdown des öffentlichen Lebens mit Ausgangssperren, Versammlungsverboten und Mundschutzpflicht. Vom weiteren Text des NDR kann man sich maximal vergackeiert sehen. „Das Drehbuch entstand lange vor der Corona-Pandemie“, wird auf die Sendungsseite des Regisseurs und Autors Christian Alvart, der langjährig auch als Tatort-Regisseur für die ARD aktiv war, verwiesen: „Die Geschichte ist rein fiktiv und entstand im Herbst 2019 - lange vor dem Corona-Ausbruch.“ Der gleiche Satz steht auch auf der ZDF-Website: „Die Geschichte ist rein fiktiv und entstand im Herbst 2019 - lange vor dem Corona-Ausbruch.“ Ein merkwürdiges Zeitempfinden. Schon im Dezember 2019 registrierten Chinas Behörden erste Infektionen, Anfang Januar 2020 trat die WHO diesbezüglich aufs öffentliche Parkett.

 

Die Idee zur Serie habe Alvart schon vor elf Jahren gehabt, als in Mexiko die Schweinegrippe grassierte. Umgesetzt hat er die Idee aber erst im Herbst 2019, als gerade ein Gremium von WHO und Weltbank die Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Pandemie als „völlig unzureichend“ anmahnten, wie diverse Zeitungen am 20. September 2019 berichteten: „Verfasser des Berichts sind sicher“: Es droht uns eine Pandemie „in Form eines tödlichen Erregers der Atemwege, der bis zu 80 Millionen Menschen weltweit töten könnte“. Auf welche Indizien sich diese konkrete Sorge im September 2019 begründete, erschließt sich nicht. Gewarnt hatte zeitgleich auch der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. Hellsichtigkeit bewies auch Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, als er bei der Wissenschaftskonferenz Curious 2018 in Darmstadt ankündigte: „Es wird neue, heute noch unbekannte Pathogene geben.“ 

 

Nun kann sich jedenfalls die deutsche Bevölkerung vorkommen wie im Film. Und sich ergänzend vom „Systemjournalismus“ der Öffentlich-Rechtlichen berieseln lassen. Der Begriff stammt vom Medienwissenschaftler Otfried Jarren. Er kritisierte, „dass immer die gleichen Experten und Politiker aufträten, die die Sender als Krisenmanager präsentierten“. Die Sender produzierten „Bedrohung und exekutive Macht“. Die Medienjournalistin Vera Linß meint: „Viele Journalisten, so Linß, transportieren die Krisenstrategie der Bundesregierung weitgehend kritiklos. Dies sieht sie ‚als eine Art Service-Journalismus‘. Auch in Krisenzeiten sei es nicht die Aufgabe der Medien, sekundiert Andrej Reisin in einem Beitrag für das Portal Übermedien, den verlängerten Arm der Regierung zu spielen und Kampagnen à la ‚Wir vs. Virus‘ zu inszenieren.“ Konsequenzen bleiben wie üblich aus. Die Herrschaften dürfen sich alles erlauben. 


11.7.2020

Die Maskerade der Tagesschau 

 

Zur Rede der Bundeskanzlerin im EU-Parlament am 8. Juli anlässlich des Beginns der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat die Tagesschau wieder einen derart schmierigen Hofbericht abgeliefert, dass die hinterlassene Schleimspur sogar der Funktion einer kilometerweit angelegten Rodelbahn gerecht würde. Unter dem Titel „Merkels Rede in Brüssel – Klare Kante, klare Worte“ beginnt der Kommentar so: „Nicht nur beim Supermarkt-Einkauf trägt Angela Merkel eine Maske, sondern auch bei ihrer ersten Auslandsreise seit dem Beginn der Corona-Pandemie in die Europahauptstadt Brüssel … Covid-19 und die hautnahen Konsequenzen - das Kernthema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft war Merkel sozusagen ins Gesicht geschrieben, als sie mit ihrer Maske den Seiteneingang des EU-Parlamentes betrat.“ Der Artikel endet mit diesem Satz: „Und deshalb hat sie heute trotz Maske in Brüssel kein Blatt vor den Mund genommen.“ Auch die unter dem Beitrag stehende Audiodatei ist so unterschrieben: „Merkel mit Maske, aber ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.“  

 

So, und jetzt mag der Leser staunen beim Anschauen des Videos mit Merkels Rede – das im Tagesschau-Kommentar bezeichnenderweise nicht verlinkt ist: weit und breit unter den Anwesenden ist die deutsche Bundeskanzlerin die Einzige ohne (!) Maske im EU-Parlament. Die Tagesschau hält ihre Leserschaft zum Narren; offenbar allein aus dem Motiv heraus, die Kanzlerin von jedweder vorhergehender Kritik reinzuwaschen. Man vergegenwärtige sich den Artikel im Merkur vom 30. Juni: „Angela Merkel wirbt immer wieder dafür, sich an die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Vorgaben zu halten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern - zum Beispiel, Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen. Doch die Bundeskanzlerin hat sich noch nie selbst mit Maske gezeigt - im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten der Länder oder dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Eine Journalistin fragte die Kanzlerin nun … ‚Sie werben stets dafür, die Abstandsregeln einzuhalten und die Schutzmasken aufzusetzen. Auffällig ist aber, dass man Sie selbst noch nie mit einer Maske gesehen hat, woran liegt das?‘, fragte die Journalistin bei der Pressekonferenz. Merkels logische (Anm.: ?) Antwort: ‚Wenn ich die Abstandsregeln einhalte, brauche ich die Maske nicht aufzusetzen. Und wenn ich sie nicht einhalte und ich zum Beispiel einkaufen gehe, dann treffen wir uns nicht, offensichtlich‘, sagte sie und schob lachend hinterher: ‚Sonst hätten Sie mich auch schon mit Maske sehen können. Ich verrate Ihnen aber nicht, wann ich wo einkaufen gehe‘.“

 

Nur wenige Tage später berichtete dann die Presse überall ähnlich über die Charmeuse: „Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit einer Atemschutzmaske in der Öffentlichkeit gezeigt. Am Donnerstagabend trat sie bei einem Termin in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Berlin mit einem Mund-Nasen-Schutz auf. Auf der Maske war das Logo der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft zu sehen … Am Freitag sprach nun Merkel vor dem Bundesrat. Er war erst das dritte Mal seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005 und das erste Mal mit einer Maske – wieder das EU-Modell.“ Erneut ein Faktencheck: In diesem Video betritt Merkel den Bundesrat in Minute 3:45 tatsächlich mit Mundschutz. In Minute 6:52 nimmt sie die Maske ab und stopft die „Virenschleuder“, wie sie selbst Anfang April noch solche Masken bezeichnete, in ihre Handtasche. Da hat dann auch sonst kaum noch jemand einen Mundschutz an. Ab Minute 13:55 hält Merkel ihre Rede – ohne (!) Maske. So viel Fake News war selten. Im Video der FAZ, auch wenn es mit „Kanzlerin Merkel trägt Maske im Bundesrat“ unterschrieben ist, wird das Offensichtliche wenigstens wahrheitsgemäß ausgesprochen: „Am Platz und für ihre Rede nahm die Kanzlerin die Maske ab.“ Ein Leserkommentar zur Maskerade: „Wen wollt ihr eigentlich verarschen?“  

 

Tagesschau pflegt die EU-Spaltung

 

Wir schlittern auf der Schleimspur nochmal zurück zum Hofbericht der Tagesschau, die sich selbst vor der Produktion von Verschwörungstheorien nicht scheut: „Merkel erhielt zurecht stehenden Applaus für ihr leidenschaftliches Plädoyer für ein Europa der Rechtstaatlichkeit, in der eine Pandemie nicht instrumentalisiert werden dürfe, um Grundrechte auszuhebeln, die Opposition mundtot zu machen und Minderheiten auszugrenzen. Härter hätte die Rote Karte Merkels an Victor Orban und seine Gesinnungsfreunde in Polen und Tschechien nicht ausfallen können. Ohne den ungarischen Premier beim Namen zu nennen, der sich während der Corona-Pandemie vom Parlament in Budapest mit dem Sonderrecht ausstatten ließ, per Verordnung zu regieren, las die deutsche Kanzlerin Orban die Leviten.“ Man vergleiche nochmal dieses Video. Dass eine Pandemie nicht zur Aushebelung von Grundrechten instrumentalisiert werden darf, sagt die Kanzlerin ab Minute 3:38. Weder im Kontext noch im Konkreten ist ein Hinweis erkennbar, dass sie damit Orban oder „Gesinnungsfreunde in Polen und Tschechien“ (was für eine primitive Stammtisch-Formulierung) indirekt anspricht. Man muss Merkel an dieser Stelle sogar vor der Tagesschau in Schutz nehmen: Ihre Rede in Gänze vermittelt vielmehr den Eindruck, dass sie versucht die EU-Staaten zu einen und kulturelle Besonderheiten zu berück-sichtigen. Betont hat sie auch den hohen Preis, den ihre Regierung für die corona-bedingte Einschränkung der Grundrechte bezahlt – freilich wird auch hier derzeit via Verordnung regiert.  

 

Dem Tagesschau-Kommentator ist Einigung zu öde. Er will unbedingt, auf Prolet komm raus, seiner niederen Beweggründe nach dem kindsköpfigen Motto „jetzt hat sie’s denen aber gezeigt“ Ausdruck verleihen: „Wer geglaubt hatte, Merkel werde um das Thema Rechtsstaatlichkeit einen großen Bogen machen, um die Zustimmung der osteuropäischen Länder zum Corona-Wiederaufbaufonds nicht zu gefährden, der sah sich getäuscht.“ Mehr ohne Not produzierte Spaltung war selten. Des Hohnes Gipfel mündet in der Aussage: „Wenn durch die EU weiterhin eine Front der gegenseitigen Ablehnung verläuft,“ – die der Tagesschau-Autor just in seinem Beitrag befördert – „dann drohe der EU-Binnenmarkt auseinanderzufliegen.“

 

Vom selben Autor stammt übrigens der Droh-Artikel „Kein Platz für Hetze im Internet“: „Es ist die erste Ministerrunde der deutschen EU-Ratspräsidentschaft: Auf der Tagesordnung der Justiz-minister steht der Kampf gegen Desinformation und Hetze im Internet.“ Wer sorgt eigentlich dafür, dass öffentlich-rechtliche Medien regelmäßig vom Adressatenkreis ausgeschlossen sind? Man bleibt ratlos zurück und vergegenwärtige sich, dass die Bürger demnächst für solchen hingesudelten Schmarrn wie oben noch mehr zahlen sollen. Die Länderchefs billigten zwar schon die Erhöhung der Rundfunkgebühr, damit ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen: in Sachsen-Anhalt fehlt bis dato die nötige Parlamentsmehrheit. Und in Thüringen hieß es mit Stand 20. Mai sei letztlich eventuell das Votum der FDP entscheidend. Dokumentiert sind die Vorgänge rund um die Erhöhung der Gebühr in mehreren Beiträgen auf dieser Seite. Gestern demonstrierten übrigens laut Tag24 vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht fast 1.000 Menschen (andere Medien nennen nur 200 oder 300) gegen den Rundfunkbeitrag. 

 

Für gute Qualität zu bezahlen ist sicherlich kein Thema – für schlechte schon. Man darf sich immer wieder in Erinnerung rufen, was der Rundfunkstaatsvertrag in § 11 festgesetzt hat: „Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.“ Dass öffentlich-rechtliche Medien zu „gleichgewichtiger Vielfalt“ verpflichtet sind, führte auch das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zur Verfassungsmäßigkeit des Rundfunkbeitrags vom 18. Juli 2018 aus. Etliche Redakteure kommen ihrer Verpflichtung offensichtlich nicht nach und bemühen sich noch nicht mal darum, das zu verschleiern. Man liegt nicht allzu fern damit anzunehmen, dass das eine Machtdemonstration sein soll. Solche Leute sind unsympathisch. Daran werden sie zu knabbern haben. Spätestens im Alter, wenn es nur noch auf wesentliche Dinge ankommt.

 

Nachtrag vom 22.7.: Der Hohn des Tages: Der Spiegel titelt "Masken-Etikette beim EU-Gipfel - So nicht!" und erläutert, nachdem die Bundeskanzlerin als Einzige ohne Maske im EU-Parlament ihre Rede hielt: "Die mangelnde Schutzbedeckung ihres bulgarischen Kollegen fiel offenbar Angela Merkel auf, die sich mit eng anliegender Ganznasenmundbedeckung über das Parkett bewegt. Mit spitzem Zeigefinger und Lachfalten um die Augen weist die Kanzlerin Bojko Borissow auf die lückenhafte Maskierung hin ... Am Freitag feierte Merkel Geburtstag ... gewürdigtes Geschenk: ein personalisiertes Set an Designer-Schutzmasken." Gewähltes Titelbild: Merkel mit mahnendem Zeigefinger auf die frei liegende Nase ihres EU-Kollegen.

 

Nachtrag vom 25.7.: Siehe auch die Richtigstellungen von Ulrich W. Sahm zu Falschinforma-tionen des ARD-Weltspiegels über Israel. "Zwar entspricht dieser Beitrag in keiner Weise dem journalistischen Niveau, das man von einem derart hochfinanzierten Sender erwarten möchte, aber als Framing-Leistung ist er herausragend und verdient eine besondere Würdigung..."


4.7.2020

Frage auf Abgeordnetenwatch

an die medienpolitische Sprecherin der CDU

 

Sehr geehrte Frau Motschmann, die Große Koalition hat am 2. Juli beschlossen, die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in den nächsten Jahren mit 220 Millionen Euro zu fördern. Beim Deutschlandfunk heißt es dazu: „Das Geld ist gedacht für die digitale Transformation des Verlagswesens, zur Förderung des Absatzes und der Verbreitung von Zeitungen und Zeitschriften.“ In Ihrer Funktion als medienpolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion möchte ich Sie gerne fragen: Bedeutet das nun in der Folge, dass die geförderten Zeitungen bei ihren Internetauftritten ihre Artikel nicht mehr hinter einer Bezahlschranke verstecken dürfen, sondern diese der Allgemeinheit, die ja diese millionenschwere Förderung mit ihren Steuergeldern bezahlt, kostenlos zum Lesen zur Verfügung stellen muss? Wo sind die Bedingungen zum Umgang mit dem Geld und die Rechte der Leserschaft, die ja wie gesagt dafür bezahlt, im Konkreten geregelt? Muss das nicht auch juristisch in einem Gesetz festgeschrieben werden? Über Ihre Informationen würde ich mich freuen...

 

Hinweis: Medien und Politik arbeiten schon seit sieben Jahren verstärkt am Ausverkauf des unabhängigen Journalismus. Die Versorgungsmentalität ist hochnotpeinlich im Vergleich etwa zur Schweizer Basler Zeitung: "Die SP sorgt sich um die Presse und will ihr helfen. Lieber gehen wir unter ... machen wir uns nichts vor: Jede Subvention weitet die Macht der Behörden ... und vor allem der Politiker aus ... allein der Wettbewerb und die Vielfalt garantieren die Qualität – und zwar deshalb, weil dann jeder Leser selber entscheiden und vergleichen kann, was ihm geboten wird ... Deshalb muss uns Journalisten, Chefredak­toren und Verlegern nichts mehr bedeuten als die Freiheit, uns abzubestellen ... Wer miserabel schreibt, falsch berichtet, einseitig kommentiert ... Er geht einfach unter ... Und das hat er verdient. Subventionen sichern keine Qualität, sondern zerstören sie, weil der Leser und Kunde als Richter ausgeschaltet wird ... Weil eine direkte Presseförderung ... nichts anderes bedeutet als die Zähmung der vierten Gewalt, dürfte es nie so weit kommen. Es ist ein Widerspruch in sich selbst: Die Pressefreiheit haben unsere Vorfahren gegen den Staat erkämpft. Journalismus ist staatsfern – oder er ist gar nicht.

 

Man beachte auch: "Bislang hat sich Google trotz Leistungsschutzrecht stets geweigert, Verlagen Geld für die Nutzung respektive Verlinkung ihrer Inhalte zu zahlen. Für ein 'neues Nachrichtenformat' wird man von einigen Verlagen nun aber erstmals Inhalte lizenzieren ... In der Test-Phase arbeitet man nur mit ausgewählten Verlagen aus Deutschland, Australien und Brasilien zusammen. Hierzulande sind die 'FAZ', der 'Spiegel', die 'Zeit', die 'Rheinische Post' und der 'Tagesspiegel' an Bord." Also weiteres Geld aus weiterer Quelle. Was das für die politische Ausrichtung bedeutet kann man sich denken.

 

Nachtrag vom 8.7.: Die Grünen legen nach mit ihrem Antrag "Non-Profit-Journalismus als gemeinnützig anerkennen": Der Journalismus sei unterfinanziert (!). "Unabhängig von der Diskussion um die Stärkung der Medienvielfalt ... ist es deshalb dringend geboten, auch den Non-Profit-Journalismus stärker in den Blick zu nehmen. Non-Profit-Medien könnten neben den etablierten öffentlich-rechtlichen und privaten Medien zu einer wichtigen Säule für die Medien-vielfalt und die mediale Grundversorgung werden ... die 'Initiative Nonprofitjournalismus' ... die drei großen journalistischen Berufsverbände DJV, dju und Freischreiber sowie mehrere Stiftungen angehören und das mittlerweile in das 'Forum Gemeinnütziger Journalismus' übergegangen ist." Auflagenzahlen von Zeitungen seien stark rückläufig - kein Wort davon, dass dies an der fehlenden Selbstkritik der Journalisten und an der mangelnden Leserorientierung in der Breite liegt. Übrigens noch das: "...wurden im Bundeshaushalt 2020 Mittel in Höhe von 40 Mio. Euro für die Förderung der Zustellung von Zeitungen und Anzeigenblättern bereitgestellt."  Siehe auch den Beitrag "Gemeinnützige Haltungsjournalisten" vom 15.2.2019.